Bachelorarbeit · 2025
Digitale Ausstellung „Nordsee-Sanatorium Villa Ludwig“
Für den Nordsee-Kurpark e. V. auf Föhr habe ich untersucht, wie sich die Besuchererfahrung eines kleinen Museums mit Mitteln der Medieninformatik verbessern lässt – und die Vorschläge anschließend selbst umgesetzt. Entstanden ist ein Paket aus vier Teilen, das heute in der Ausstellung in Betrieb ist.
Der Anlass war messbar: Zwischen 1991 und 2019 stiegen die Museumsbesuche in Deutschland um 26,6 %, die Touristenankünfte im selben Zeitraum um 153 %. Museen schöpfen ihr Potenzial also nicht aus – und digitale Angebote sind ein Hebel, der wenig kostet.
Web-App in TypeScript und React
Der digitale Rundgang ist eine Single-Page-Anwendung, gebaut mit Vite. Sie führt durch alle drei Ausstellungsräume und bündelt Texte, Bilder, Videos und Audiodateien in ausklappbaren Kapitel-Elementen. Über einen Einstellungsknopf lassen sich Sprache, Hell- und Dunkelmodus sowie die Schriftgröße umstellen.
Zwei Usability-Tests haben die Struktur verändert: Weil Testpersonen den Audioguide des Parks nicht von den Audiodateien der Ausstellung unterscheiden konnten, wurde das Menü von Medientypen auf Orte umgestellt.
Ornamentrelief im Maßstab 1:1
August Endells Relief „Formen fürs Gefühl“ hing bis 1980 am Nordsee-Sanatorium und steht heute an der Kunsthalle zu Kiel. Damit Besucher die Größe begreifen – und blinde Besucher es ertasten können – habe ich ein Mittelstück in Originalgröße nachgebaut: Referenzfotos und ein LiDAR-Scan als Vorlage, modelliert in Blender und in 24 druckbare Teile mit Steckverbindungen zerlegt.
Gedruckt in PETG, geschliffen, verklebt, gespachtelt und lackiert. Das fertige Stück ist 83 cm breit und 56 cm hoch. Der Weg dahin bestand zu unter anderem aus Fehlersuche: verstopfte Extruder, verklebtes Filament, Objekte, die nicht auf dem Druckbett hielten.
- TypeScript
- React
- CSS
- Blender
- Ultimaker Cura
- Apache / .htaccess